Bürgerkrieg in Kamerun

Wir helfen Flüchtlingskindern und ihren Familien

 

Als wir mit einem Team Anfang 2017 im englisch-sprachigen Teil von Kamerun waren, gab es "nur" harmlose Proteste (friedliche Demonstrationen). Die Regierung hatte schon das Internet abgeschaltet, und die Schulen und Universitäten waren geschlossen. Leider sind diese anfangs friedlichen  Proteste zu einem blutigen Bürgerkrieg herangewachsen. Im Nordwesten Kameruns hat sich der Konflikt zwischen englischsprachigen Separatisten und der Armee von Präsident Biya immer mehr zugespitzt. Das Zentrum für Menschenrechte und globale Gerechtigkeit in Afrika berichtet, dass seit dem Konflikt zwischen den Separatisten und Biya ca. 4.000 englischsprachige Zivilisten ums Leben gekommen und 500.000 Menschen auf der Flucht seien.

Alle Mitarbeiter des Mary Health of Africa General Hospital in Fontem, eines unserer Partnerkrankenhäuser, das Bon Secours seit drei Jahren mit Sachspenden aus Deutschland unterstützt, mussten fliehen. Die deutschen Mitarbeiter der Klinik befinden sich derzeit sicher in der Hafenstadt Douala.

Deutsche Augenärztin hofft auf Spenden für Bürgerkriegsflüchtlinge in Kamerun


Der Bürgerkrieg ganz in der Nähe von Nkongsamba hat viele Tausend Menschen aus ihren Dörfern vertrieben. Ihre Häuser sind niedergebrannt, sie haben alles verloren.
Einige sind krank und benötigen medizinische Hilfe.

"In über 30 Jahren hier in Kamerun habe ich solch ein Elend nicht gesehen.“
 
 Jeder, der kommt, wird behandelt, mit oder auch ohne Bezahlung. Hunderte Flüchtlingsfamilien sind auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg, keine 100 km entfernt, in Nkongsamba gestrandet. Viele Angestellte der Klinik haben Flüchtlinge, meist Verwandte, und ihre Kinder aufgenommen, die sonst kein Dach über dem Kopf hätten. Frau Dr. Herz versucht, ihre Angestellten zu unterstützen. Mal gibt es Lebensmittel, mal Schulgeld für die vielen neuen Kinder im Ort.
Frau Dr. Herz und Georg Schorn in der Manna Eye Clinique in Nkongsamba
Frau Dr. Herz und Georg Schorn in der Manna Eye Clinique in Nkongsamba      
„Ich bin nicht mehr so fit wie früher, ich bin ja schon etwas älter“, so Frau Dr. Herz, „aber jemand muss doch was machen! Es ist ein großes Glück, dass unsere Klinik nicht im Bürgerkriegsgebiet liegt. Wäre sie in Bamenda oder Kumba, dann würden unsere Patienten und wir sehr leiden. Eine unserer Mitarbeiterinnen schickt elf Kinder in die Schule. Darunter nur drei (!) eigene. Natürlich hilft unsere Klinik beim Bezahlen des Schulgeldes. Doch die Kinder brauchen auch Kleidung, Hefte, Bücher und müssen ernährt werden. Wir hoffen und beten für Frieden."

Wir von Bon Secours kennen und unterstützen Frau Dr. Herz und ihre Klinik seit vielen Jahren.
Bitte helfen Sie jetzt Frau Dr. Herz mit einer Geldspende. Ihre Spende kommt direkt an, dort wo sie gebraucht wird. Ohne Abzug, ohne Verwaltung.
Wir von Bon Secours verbürgen uns für Frau Dr. Herz und ihre Entscheidung, wer gerade am dringendsten eine Unterstützung braucht. Wir danken Ihnen für Ihre Hilfe !


Bitte spenden Sie noch heute auf unser Spendenkonto mit dem Stichwort „Frau Dr. Herz“.


Bon Secours Kamerun e.V.

Raiffeisenbank Grafschaft

IBAN  DE67 5776 2265 0000 7430 31

BIC  GENODED1GRO 

Reisebericht von Angelika Weber Januar/Februar 2019.

Frau Weber ist regelmäßig für die basler Mission 21 in Kamerun unterwegs. Ihr Bericht beschreibt die aktuelle Situation im Westen von Kamerun.
 

Bericht von Anni Lechner, die bis Ende 2018 im Mary Health of Africa Hospital in Fontem gearbeitet hat.                       Lesen Sie hier.