Schulbesuch für Flüchtlingskinder

Wir helfen Flüchtlingskindern und ihren Familien

 

Nach einem erschütternden Bericht von Frau Dr. Herz (deutsche Augenärztin, seit 40 Jahren in Kamerun) haben wir im letzten Jahr in einer Kampagne auf das Leid der vielen Bürgerkriegsflüchtlinge aufmerksam gemacht. Die Krankenhäuser, die Bon Secours mit Sachspenden unterstützt, liegen an der Grenze zum anglophonen Bürgerkriegs-Gebiet. In Nkongsamba, Bafoussam und Douala suchen viele Menschen eine Bleibe. Besonders schwer leiden die Kinder. Viele Kinder kommen bei Verwandten unter, oder sind als Waisen auf sich allein gestellt. Nur wenige Flüchtlingskinder können zur Schule gehen. Wer flieht, muss sich zunächst um das Nötigste sorgen, Bildung erscheint dabei als Luxus. Die Zukunftsaussichten von Flüchtlingskindern werden ohne Schulausbildung laufend schlechter. Je älter sie werden, desto schwieriger wird es, das Versäumte nachzuholen. Und wer einmal unterbrochen hat, fängt wahrscheinlich nicht wieder damit an.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Geflüchteten ihr Leben lang sozial am untersten Ende der Gesellschaft leben, sehr jung verheiratet oder auf andere Weise Opfer von Verstößen gegen die Menschenrechte werden. Wir wissen alle, dass dies nicht nur ein Problem in Kamerun ist. Insgesamt sprechen sich Menschenrechtsorganisationen dafür aus, der Schulbildung geflohener Kinder über das Primärschulalter hinaus dringend mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Die Gefahr, dass eine «verlorene Generation» heranwächst, ist sehr groß.

Deutsche Augenärztin hofft auf Spenden für die Kinder von Bürgerkriegsflüchtlinge in Kamerun



"In über 30 Jahren hier in Kamerun habe ich solch ein Elend nicht gesehen.“
 
 Jeder, der kommt, wird behandelt, mit oder auch ohne Bezahlung. Hunderte Flüchtlingsfamilien sind auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg, keine 100 km entfernt, in Nkongsamba gestrandet. Viele Angestellte der Klinik haben Flüchtlinge, meist Verwandte, und ihre Kinder aufgenommen, die sonst kein Dach über dem Kopf hätten. Frau Dr. Herz versucht, ihre Angestellten zu unterstützen. Mal gibt es Lebensmittel, mal Schulgeld für die vielen neuen Kinder im Ort.
Frau Dr. Herz und Georg Schorn in der Manna Eye Clinique in Nkongsamba
Frau Dr. Herz und Georg Schorn in der Manna Eye Clinique in Nkongsamba      
„Ich bin nicht mehr so fit wie früher, ich bin ja schon etwas älter“, so Frau Dr. Herz, „aber jemand muss doch was machen! Es ist ein großes Glück, dass unsere Klinik nicht im Bürgerkriegsgebiet liegt. Wäre sie in Bamenda oder Kumba, dann würden unsere Patienten und wir sehr leiden. Eine unserer Mitarbeiterinnen schickt elf Kinder in die Schule. Darunter nur drei (!) eigene. Natürlich hilft unsere Klinik beim Bezahlen des Schulgeldes. Doch die Kinder brauchen auch Kleidung, Hefte, Bücher und müssen ernährt werden. Wir hoffen und beten für Frieden."

Wir konnten mit 44.408 Euro Spendengeldern verschiedene Projekte unterstützen und 
haben insgesamt 823 Kindern den Schulbesuch ermöglicht.
 
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


Auch in 2020 wollen wir zum (wegen Corona) verspäteten Schulstart ab Oktober wieder Flüchtlingskindern den Schulbesuch ermöglichen.

WMF Barmherzigkeit wird uns mit 25.000 Euro Spenden unterstützen. Hope & Life, Frau Dr. Herz (Nkongsamba), Heike Neulist-Foaleng / Cameroon Training Academy (Bafoussam) und die Lehrerin Madame Mbeven (Dschang) werden vor Ort Projekte leiten und dafür sorgen, dass die Schulgebühren, Uniformen, Bücher und die Schulmaterialien bezahlt werden. Einen großen Teil der Schuluniformen werden wir diesmal von Schneidern nähen lassen. Dies ist günstiger, und die Schneider vor Ort erhalten Arbeit und Lohn.

Zusätzlich soll ein Teil der Kinder von den Ärzten der Gesundheitsstation Bekoko untersucht werden. Stark traumatisierte Kinder sollen zudem psychologisch betreut werden.


Bitte spenden Sie noch heute auf unser Spendenkonto mit dem Stichwort „Flüchtlingskinder“.


Bon Secours Kamerun e.V.

Raiffeisenbank Grafschaft

IBAN  DE67 5776 2265 0000 7430 31

BIC  GENODED1GRO 

Abschlussbericht 2019

FLÜCHTLINGSKINDER ZURÜCK ZUR SCHULE / CAMPAIGN GETTING REFUGEE CHILDREN BACK TO SCHOOL
 

Reisebericht von Angelika Weber Januar/Februar 2019.

Frau Weber ist regelmäßig für die basler Mission 21 in Kamerun unterwegs. Ihr Bericht beschreibt die aktuelle Situation im Westen von Kamerun.
 

Bericht von Anni Lechner, die bis Ende 2018 im Mary Health of Africa Hospital in Fontem gearbeitet hat.                       Lesen Sie hier.