Schulbesuch für Flüchtlingskinder

Nous aidons les enfants refugiés et leurs familles

 

Nach einem erschütternden Bericht von Frau Dr. Herz (deutsche Augenärztin, seit 40 Jahren in Kamerun) haben wir im Jahr 2019 in einer Kampagne auf das Leid der vielen Bürgerkriegsflüchtlinge aufmerksam gemacht. Die Krankenhäuser, die Bon Secours mit Sachspenden unterstützen, liegen an der Grenze zum anglophonen Bürgerkriegs-Gebiet. In Nkongsamba, Bafoussam und Douala suchen viele Menschen eine Bleibe. Besonders schwer leiden die Kinder. Viele Kinder kommen bei Verwandten unter oder sind als Waisen auf sich allein gestellt. Nur wenige Flüchtlingskinder können zur Schule gehen. Wer flieht, muss sich zunächst um das Nötigste sorgen, Bildung erscheint dabei als Luxus. Die Zukunftsaussichten von Flüchtlingskindern werden ohne Schulausbildung laufend schlechter. Je älter sie werden, desto schwieriger wird es, das Versäumte nachzuholen. Und wer einmal unterbrochen hat, fängt wahrscheinlich nicht wieder damit an.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Geflüchteten ihr Leben lang sozial am unteren Ende der Gesellschaft leben werden, sehr jung verheiratet oder auf andere Weise Opfer werden. Wir wissen alle, dass dies nicht nur ein Problem in Kamerun ist. Weltweit sprechen sich Menschenrechtsorganisationen dafür aus, der Schulbildung geflohener Kinder über das Primarschulalter hinaus dringend mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Die Gefahr, dass eine «verlorene Generation» heranwächst, ist sehr groß.

Ophtalmologiste allemand espère des dons pour les réfugiés de la guerre civile au Cameroun



"In über 40 Jahren hier in Kamerun habe ich solch ein Elend nicht gesehen.“
 
 Jeder, der kommt, wird behandelt, mit oder auch ohne Bezahlung. Tausende Flüchtlingsfamilien sind auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in Nkongsamba gestrandet. Viele Angestellte der Klinik von Frau Dr. Herz haben Flüchtlinge, meist Verwandte, und ihre Kinder aufgenommen. Frau Dr. Herz versucht, ihre Angestellten zu unterstützen. Mal gibt es Lebensmittel, mal Schulgeld für die vielen neuen Kinder im Ort.
Frau Dr. Herz und Georg Schorn in der Manna Eye Clinique in Nkongsamba
Dr Herz et Georg Schorn à la Mana Eye Clinique à Nkongsamba      
„Je ne suis plus aussi en forme qu’avant, je ne suis plus très jeune», dit le Dr Herz, «mais quelqu'un doit bien faire quelque chose! Nous avons beaucoup de chance que notre clinique ne soit pas située dans la zone de la guerre civile. Si elle était à Bamenda ou Kumba, alors nos patients et nous même souffriraient énormément. Une de nos employées envoie onze enfants à l'école dont trois ( !) seulement sont les siens. Bien sûr, notre clinique aide à payer les frais de scolarité. Mais les enfants ont aussi besoin de vêtements, de cahiers, de livres et doivent être nourris. Nous espérons et prions pour la paix."

Wir konnten dank vieler Spendengeldern 2019 über 800 Kindern
den Schulbesuch ermöglichen. In 2020 können wir 600 Kindern helfen.
Darauf sind wir sehr stolz.

Hope & Life, Frau Dr. Herz (Nkongsamba), Heike Neulist-Foaleng/Cameroon Training Academy (Bafoussam) und die Lehrerin Madame Mbeven (Dschang) sind unsere lokalen Partner. Sie werden vor Ort Projekte leiten und dafür sorgen, dass die Schulgebühren gezahlt und die Uniformen, Bücher und die Schulmaterialien den Kindern übergeben werden. Einen großen Teil der Schuluniformen haben wir von Schneidern nähen lassen. Dies ist günstiger, und die Schneider vor Ort haben Arbeit und Lohn.
Ab diesem Schuljahr werden die Kinder von den Ärzten der Gesundheitsstation Bekoko untersucht. Stark traumatisierte Kinder werden zudem psychologisch betreut.


S’il vous plait déposez un don dans notre compte aujourd’hui encore avec le mot-clé « Dr Herz ».


Bon Secours Kamerun e.V.

Raiffeisenbank Voreifel e.G.
IBAN. DE77 3706 9627 5743 0310 18
BIC. GENODED1RBC

Abschlussbericht 2019

FLÜCHTLINGSKINDER ZURÜCK ZUR SCHULE / CAMPAIGN GETTING REFUGEE CHILDREN BACK TO SCHOOL
 

Reisebericht von Angelika Weber Januar/Februar 2019.

Frau Weber ist regelmäßig für die basler Mission 21 in Kamerun unterwegs. Ihr Bericht beschreibt die aktuelle Situation im Westen von Kamerun.
 

Bericht von Anni Lechner, die bis Ende 2018 im Mary Health of Africa Hospital in Fontem gearbeitet hat.                       Lesen Sie hier.