„Bon Secours Kamerun“ Hilfsverein für Krankenhaus in Yaoundé gegründet

Kamerun und die Hilfe für dieses Land in den Mittelpunkt zu rücken – das ist erklärtes Ziel des diesjährigen Weltgebetstages.

Kamerun ist reich an Bodenschätzen, dennoch lebt ein großer Teil der jungen Bevölkerung (fast die Hälfte aller Menschen unter 15 Jahren) in Armut. Die ärztliche Versorgung ist auf dem Land ebenso unzureichend wie in der Hauptstadt Yaoundé.

Deshalb haben sich engagierte Bürger im Verein „Bon Secours Kamerun e.V.“ zusammengetan, um finanzielle und auch materielle Mittel für die Sanierung und Wiedereröffnung eines Krankenhauses in Yaoundé zu sammeln und bereitzustellen. Anfang des Jahres fanden sich in Bonn Interessierte und Freunde zusammen, um dieser Idee eine rechtliche und organisatorische Grundlage zu geben. Im Beisein von Dr. Renè Essomba, dessen Vater im Jahre 1985 den Grundstein für das Krankenhaus setzte, wurde der Verein „Bon Secours Kamerun e.V.“ (www.bon-secours.de) gegründet.

Das Krankenhausgebäude bedarf dringend einer Grundsanierung, das Dach muss erneuert werden, medizinische Geräte und Betten müssen besorgt werden. Dr. Essomba, der den Lebenstraum seines Vaters verwirklichen und das Krankenhaus in Yaoundé neu eröffnen will, berichtete von seiner letzten Reise nach Kamerun. Viele Fotos belegen den schlechten Zustand des Gebäudes, aber auch die Chancen, die sich nach einer Restaurierung bieten. In der Hauptstadt Kameruns kommt statistisch ein (1!!) Arzt auf 5.200 Menschen. Viele Bürger haben keinen oder nur völlig unzureichenden Zugriff auf medizinische Versorgung.

Satzungszweck des Vereins „Bon Secours Kamerun e.V.“ ist die bauliche Sanierung dieses brachliegenden Krankenhauskomplexes in Yaoundé sowie die weitere Unterstützung zur Aufnahme und späteren Führung des Krankenhausbetriebs durch finanzielle, personelle und materielle Hilfe (Sachspenden in Gestalt medizinischer Geräte, medizinischem Gebrauchsmaterial, Ausbau des Krankenhauskomplexes, Finanzierung und Organisation von Pflege- und Schwesternschulen).

Dr. Essomba, derzeit als Oberarzt in der Unfallchirurgie eines Krankenhauses nahe Bonn tätig, möchte als Arzt in seine Heimatstadt zurückkehren. Der Verein „Bon Secours Kamerun e.V.“ wird alles tun, um ihn und die Menschen in Yaoundé bei der Verwirklichung dieses Ziels zu unterstützen.